|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
|
 |
Werbung im Zusammenhang mit dem Handy ist sehr vielschichtig wahrzunehmen. Einerseits darf die Werbung an sich nicht kinder- und jugendgefährdend sein. Andererseits dürfen Kinder- und Jugendliche nicht direkt durch Werbung angesprochen und damit zum Kauf eines Produktes animiert werden. Es darf die Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen nicht ausgenutzt werden.
Da Werbung mit und um das Handy noch eine sehr junge Branche ist, wird auch immer wieder ausgelotet, wo gesellschaftliche oder auch rechtliche Grenzen sind. Eltern und Pädagogen müssen sensibel auf folgende Bereiche achten:
|
 |
|
|
|
 |
 |
direkte Kaufappelle an Kinder und Jugendliche |
 |
unmoralische oder unästhetische Werbung, die Kinder in ihrer Entwicklung beeinträchtigen könnte |
 |
Werbung mit Tabubrüchen |
 |
Werbung mit den Themen Sexualität und Gewalt |
 |
Werbung, die dazu aufruft, freiwillig Daten von sich preiszugeben |
 |
Werbung mit kindgerechten Themen mit Unterstützung entsprechender Geräusche |
 |
Werbung in Du-Sprache und kinderaffiner Animation |
 |
Werbung, von der Kinder- und Jugendliche begeistert sind und dadurch die Distanzierung erschwert wird |
|
 |
|
|
|
 |
Werbung wird genutzt, um Produkte zu platzieren und spätere Kaufentscheidungen im Firmeninteresse zu beeinflussen. Markenbewusstsein wird damit entwickelt. Dabei werden Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen direkt und emotional angesprochen. Gerade für junge Handynutzer ist es schwierig, zwischen Produktinformation, Werbung und Unterhaltung zu unterscheiden, besonders wenn Werbung gut gemacht wurde. Die Unerfahrenheit trägt zum "gläsernen" Kunden bei, das Handy ist dabei ein immer beliebter werdendes Mittel.
Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat sich 2005 intensiv mit der Werbung für Klingeltöne beschäftig und über 50 Werbespots als Verstoß gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag eingeschätzt.
Medienpädagogik und Konsumerziehung sind neben rechtlichen Klarstellungen Gebote unserer Zeit. Hier gibt es gegenüber der Entwicklung der Marketingbranche viel Nachholebedarf.
|
 |
|