Durch Mobilfunk werden elektromagnetische Felder erzeugt, die den Menschen durchdringen. Der Gesetzgeber hat Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit festgelegt. In der Praxis beschäftigen sich Kinder und Jugendliche eher selten mit diesen Fragen. Nach dem Motto, was alle haben, kann doch nicht schädlich sein, wird vielfach sorglos mit dem Handy umgegangen. Bei der Benutzung des Handys werden elektromagnetische Felder frei, die der Körper zum Teil absorbiert.

Über diese Fragen mit Kindern und Jugendlichen zu diskutieren ist einerseits sehr schwierig, weil teilweise das physikalische Vorwissen nicht vorhanden ist. Andererseits haben gerade Jugendliche ein Gefühl von "unkaputtbar". Deshalb wird in Projekten der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V. sehr praxisnah mit dieser Thematik umgegangen. Alle Handynutzer kennen die Sache mit dem guten oder schlechten Empfang. Kinder verstehen, dass das Handy sich bei schlechtem Empfang mehr "anstrengen" muss, also mehr Strahlung entsteht. Das heißt man kann miteinander diskutieren, wo der Empfang besser ist und damit auf das Verhalten der Handynutzer einwirken. Wenn in solchen Situatiuonen festgestellt wird, dass es vielleicht besser wäre, in der Tiefgarage nicht zu telefonieren, sondern erst wieder hochzukommen, ist man einen großen Schritt weiter.

Die SAR-Werte geben ihnen an, wie viel Strahlung, Mobilfunkbranche spricht von elektromagnetischen Feldern, ihr Handy abgibt. In diesem Zusammenhang ist die immer wieder aufkommen Diskussion über die Beeinträchtigung der Blut-Hirn-Schranke zu erwähnen. Es ist bekannt, dass bei einem SAR-Wert von 5,0 (5 Watt pro Kilogramm Körpergewebe) diese Schranke nicht mehr einwandfrei funktioniert. Dadurch können über das Blut schädliche Stioffe in das Gehirn gelangen. Die gesetzlichen Regelungen in Deutschland schreiben aber vor, das die Handys einen Wert von 2,0 nicht überschreiten dürfen. Ihr Handler kann ihnen den SAR-Wert ihres Gerätes mitteilen oder lesen sie ihn in ihrer Bedienungsanleitung nach. Mehr Informationen und auch die SAR-Werte ihres Handys können sie auf der Hompage der Mobilfunkbranche nachlesen.