Seit längerem ist bekannt, dass Rechtsextreme in Deutschland ihre Strategien immer wieder verändern. Beispielweise wird versucht, ein bürgerliches Antlitz zu entwickeln. Man setzt auf die Themen Jugendarbeit und soziale Benachteiligungen. Felder, die vermeintlich vernachlässigt werden. Beispiel: Schulhof-CD. Rechtsextreme nutzen aber die neuen Medien (auch wenn sie eigentlich nicht mehr neu sind) wie z.B. das Internet, um sich zu organisieren und fortzubilden, potenzielle Mitstreiter anzusprechen oder Kontakte zu pflegen. Die Berichte über Naziseiten im Internet von Jugendschutz.net sind angstauslösend. Das Handy ist mittlerweile ein wichtiges Instrument für die rechte Szene geworden. Und es wird genutzt, um Nachwuchs zu gewinnen und einzubinden. Das wird geschickt eingefädelt mit Kilingeltönen, MP3´s, Hintergrundbildern, Logos und Funvideos. Auch Parteienwerbe-Spots liegen derzeit als Handyvideos vor. Die Verbreitung unter Kindern und Jugendlichen kann so problemlos erfolgen.

An dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig neben den gesetzlichen Schranken eine intensive, flächendeckende Medienkompetenzförderung ist. Nur dadurch geben wir Kindern und Jugendlichen die Instrumente in die Hand, um bestimmte Strategien zu durchschauen und kritische und kritisierende Mediennutzung zu entwickeln.

Wenn sie Angebote finden, von denen Sie denken, dass diese nicht in Ordnung sind, wenden sie sich bitte mittels Beschwerdeformular an die LSKJ.