Ältere Kinder und Jugendliche sind in einem Alter, in dem es Entwicklungaufgabe ist, Beziehungen kennenzulernen, zu erfahren, auszuprbieren usw. Dazu gehört es, dass man mit anderen kommuniziert. Das Handy ist in diesem Sinne eine hervorragende Hilfe. Selbst eher schüchterne Menschen nutzen das Handy, z.B. die SMS, um dies Kommunikationserfahrungen zu machen, obwohl sie von Angesicht zu Angesicht eher zurückhaltend wären.

Flirtlines und Chat, die über das Handy realisiert werden haben mindestens zwei Problembereiche aus Sicht des Kinder- und Jugendschutzes:

Einerseits entstehen teilweise enorme Kosten. Das perfide dabei ist, dass sich die Nutzer darüber nicht immer bewusst sind. Mittlerweile sind Fälle bekannt, in denen Unternehmen diese Unerfahrenheit für eigene kommerzielle Interessen nutzen und Profis die Kinder und Jugendlichen immer wieder animieren, die kostenpflichtige Kommunikation weiter zu führen.

Andererseits sind sich Kinder und auch jüngere Jugendliche nicht im Klaren darüber, wer der Flirtpartner eigentlich ist. Ähnlich wie in Chaträumen im Internet müssen Kinder erst lernen, dass Identitäten vorgetäuscht werden können und damit auch das vermeintliche Verstehen, der eigenen Probleme und Bedürfnisse.



Die Entwicklung der Handys, das gezielte Nutzen der Bluetoothverbindungen und das Anbieten von neuen Kommunikationsformen und -spielen bei Jugendevents wie Discos und Konzertveranstaltungen bzw. in Szenekneipen lassen insgesamt eine spannende Entwicklung erahnen. Ansätze sehen Sie beispielsweise auf den jugendaffinen Sendern, auf denen private Liebesbotschaften und Offerten per SMS über den Ticker laufen. Kommunikationsspiele sind hier nicht mehr weit. Bei Events experimentiert aktuell erfolgreich eine Dresdener Firma mit ihrem Produkt SMS-ChatWall (R).